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MART

museo di arte moderna
e contemporanea
di trento e rovereto

  • Giorgio de Chirico, Due figure mitologiche (Nus antiques, Composizione mitologica)
  • Depero, Meccanica di ballerini
  • L'invenzione del moderno, sale espositive
  • Mario Merz, Chiaro Oscuro, 1983
  • Anselmo, Entrare nell'opera, 1971

DIE SAMMLUNGEN:
DIE ERFINDUNG DES MODERNEN
DAS EINDRINGEN DES ZEITGENÖSSISCHEN


Mart, Rovereto ab 5. Dezember 2015


Mit der Ausstellung „Le Collezioni” (die Sammlungen) durchläuft das Mart beinahe zwei Jahrhunderte Geschichte der italienischen und internationalen Kunst. In einer stark mit der Architektur von Mario Botta kohärenten Ausstattung werden die bedeutsamsten Meisterwerke der museumseigenen Sammlungen ausgestellt. Das Mart bestätigt sich einmal mehr als große Bildungsmaschine, deren Schwerpunkt der Dialog mit dem großen Publikum und die Qualität des kulturellen Angebots ist.


Die Logik des Mart ist es, das Mehr an Kunst zu verfolgen
Gianfranco Maraniello


Ab Dezember 2015 präsentiert das Mart dem Publikum in einer neuen, vom Leiter Gianfranco Maraniello und den Kuratoren Daniela Ferrari und Denis Isaia entworfenen chronologisch geordneten und thematischen Ausstellung seine bedeutsamsten Meisterwerke, ausgehend von Medardo Rosso bis hin zu Künstlern der letzten Generationen wie Felice Casorati, Giorgio de Chirico, Fortunato Depero und Alberto Burri, Lucio Fontana, Mario Merz, Bruce Nauman.

Im Einklang mit der von Mario Botta, dessen Gebäude in Rovereto eine internationale Ikone für die Building Identity des Museums und des Gebiets geworden ist, vorgegebenen räumlichen Strenge erzählt die Ausstellung  mit wahren Meilensteinen die letzten beiden Jahrhunderte Kunstgeschichte.
Die mit der Zeit dank einer vorausblickenden Politik an Akquisitionen, Hinterlegungen und Schenkungen entstandene Museumssammlung Collezione del Mart umfasst heute ungefähr zwanzigtausend Kunstwerke.
Die neue Ausgestaltung ist eine chronologische historisch-künstlerische Rückverfolgung mit thematischen Vertiefungen, welche die große Kontinuität der die künstlerischen Gegebenheiten ab Ende des 19. Jh. bis heute auszeichnenden Tendenzen unterstreicht. Durch das 20. Jh. und seine Seelen – die Avantgarden und der Futurismus einerseits und die Archaismen und metaphysischen Abwandlungen andererseits, die Unterbrechungen der Auseinandersetzung in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts und die Politik –, bis hin zu den Experimenten der Kontemporaneität und der neuen Medien, ladet das Mart dazu ein, die Grenzen der Kunst zu ziehen und sie zu überschreiten.

Bei der Suche nach einer kulturellen Geschichte, die aus Überschreitungen der Grenzen besteht, ist das Gebiet der Recherche (die Kunst) größer als die Karte (das Museum). Als Behälter an Mehr ist das Museum selbst Gebiet und bietet sich für eine ständige Erweiterung der kulturellen Horizonte an.
Die Ausstellung „Le Collezioni“ (Die Sammlungen) nimmt stabil zwei der vier Museumsgalerien ein, die rotierend den wichtigsten Werken des Marts Platz bieten.
Im ersten Obergeschoß erzählt die Ausstellung von der „L’invenzione del moderno“ (Erfindung des Modernen) und im zweiten Obergeschoß begleitet sie den Besucher durch „L’irruzione del contemporaneo“ (Das Eindringen des Zeitgenössischen).
Von Mal zu Mal folgen aufeinander thematische und monografische Fokusse, um die Wurzeln der zeitgenössischen italienischen Kunst, die internationalen historischen Bewegungen und die neuen künstlerischen Notfälle zu vertiefen.
Durch die um die absoluten Meisterwerke des Mart konstruierten Erzählungen bestätigt sich die Identität dieses Museums mit seiner starken internationalen Berufung, das immer mehr an die eigene Geschichte, das eigene Gebiet und das eigene Vermögen gebunden ist.